Beitrag gegen „Nichtschwimmerland“ (Philippsburger Stadtanzeiger 16/18)

Hieronymus-Nopp-Schule mit Schwimmtag und Schwimmabzeichen

Mehr als die Hälfte der Kinder kann nicht richtig schwimmen. Laut aktuellen Erhebungen im Land wird Deutschland allmählich zum Nichtschwimmerland. Nicht jeder, der angeblich schwimmen kann, schwimmt sicher. Um dieser unguten Entwicklung entgegenzuwirken, legt die Hieronymus-Nopp-Schule in Philippsburg großen Wert auf einen Sportunterricht mit dem Schwerpunkt Schwimmen. „Wir wollen das Erlernen des Schwimmens noch besser fördern“, heißt es dort.

Jetzt hat die Schule einen eigenen Schwimmtag mit ausgewählten Schülern der vierten Klassen eingelegt. Zunächst waren es insgesamt 25 Kinder im Alter von etwa zehn Jahren. Dabei handelt es sich um die etwas besseren Schwimmer, die sich um das Bronzeabzeichen bemühen. Einer bewarb sich gar für Silber.

Erfolgreich endete der Tag, die Schule holte Bronze und Silber. Nach den absolvierten Disziplinen kam es noch zu einem vergnüglichen Abschlussspiel. Bei den Prüfungen ging es nicht nur um einen praktischen Teil, sondern auch um Theorie. So wurde allgemeines Wissen abgefragt, darunter wichtige Bäderregeln.

Für die jungen Schwimmer gab es nicht nur Lob vom Rektor Ingo Schmidt, Konrektor Thomas Odenwald, den beteiligten Sportlehrern Philip Hamburger und Marco Lauinger sowie den Betreuern vom DLRG, Nadine Herberger und Sebastian Baumann, sondern auch gesponserte Geschenke, so Schwimmbrillen, Schwimmbretter und Tauchringe. Auch standen viele Informationsmaterialien zum Thema Schwimmen zur Verfügung.

Als vielseitig unterstützender Partner war „Child Promotion“ sozusagen mit im Boot. „Unser Ziel ist es“, so der Schulleiter, „die 3. und 4. Klassen schwimmsicher zu machen.“ So gibt es zunächst das Angebot für Frühschwimmer, den Erwerb des „Seepferdchens“. Bedingungen sind ein Sprung vom Beckenrand und Schwimmen auf 25 Meter Länge. Auch ist das Heraufholen eines Gegenstandes mit den Händen aus schultertiefem Wasser vorgeschrieben.

Viele Eltern meinen, das „Seepferdchen“ sei für das Kind genug. Ein großer Irrtum. Wer das „Seepferdchen“ schafft, hat lediglich bewiesen, dass er nicht sofort untergeht, so die Information vor Ort.

Ein solcher Schwimmtag diene dazu, die praktischen Kenntnisse im Schwimmen zu entdecken, zu trainieren und auszubauen. Angeleitet werden die Nopp-Schüler fachkundig von Ausbildern der DLRG und begleitenden Lehrkräften.

Wer bekommt Bronze? Zu den Anforderungen gehören der Sprung vom Beckenrand, mindestens 200 Meter Schwimmen in höchstens 15 Minuten, Tieftauchen in zwei Meter, das Heraufholen eines Gegenstandes aus dem Wasser und schließlich ein Sprung aus einer Höhe von einem Meter oder ein Startsprung. Unentbehrlich ist aber auch die Kenntnis der gültigen Baderegeln.

Schmidhuber

Schwimmbad AufstellungBeim Absprung

 

Mut gehört dazuDLRG und Rektor